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Laeri Wort zum Sächsilüüte

Das Sechseläuten ist bei SRF fest in Frauenhand. Nach den bodenständigen Moderatorinnen Daniela Lager, Anna Maier und Steffi Buchli wurde die Live-Übertragung diesmal von der kühlen Patrizia Laeri kommentiert. Im Interview mit persoenlich.com hatte die Wirtschaftsredaktorin zuvor erklärt: «Mich interessiert natürlich auch das Geschäft mit dem Sechseläuten, die Umsätze, die Budgets der Wirtschaftsfaktor des Festes.» Und: «Zünfte sind eine Art Mini-Wirtschaftsverbände. Da wird Business gemacht.» Darum wolle sie den Zuschauern überraschende Einsichten bieten.

Dazu kam es nicht. Co-Kommentator und Zünfter Anthony Welbergen erklärte ihr gleich zu Beginn: «Die Kosten sind zweitrangig.» Richtig. So beschränkte sich Laeri zumeist darauf, dem Profi arglose Fragen zu stellen. Die Budgets und Vermögen interessieren die meisten Zuschauer in diesem Fall wirklich nicht. Das Sechseläuten ist einfach ein schönes Frühlingsfest, das grösste der Schweiz. Bei vielen, auch bei mir, lösen Brauchtum und Tradition Heimatgefühle aus. «Um der Zukunft willen soll der Mensch die Vergangenheit hochhalten», ist mir aus Schulzeiten von Gotthelf-Literatur geblieben.

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Die dreistündige Übertragung vom Zug der Zünfte zum Feuer brachte gewohnt bunte Bilder und fröhliche Menschen. Die Bundesräte Ignazio Cassis und Guy Parmelin wurden mit Blumen überhäuft und küssten Zuschauerinnen ab. Ungewohnt und Geschmacksache: die Drummle- und Pfyffeklänge in der Limmatstadt. Nach 25 Jahren waren die Basler wieder einmal als Ehrengäste da. Gegen 500 sind gekommen, noch viel mehr wären gern dabei gewesen.

Diesmal lieferten die Zürcher den Baslern kein Fasnachtssujet. Als diese 1993 letztmals eingeladen waren, kippte der Böögg und explodierte am Boden. Für TeleZüri war Nico Nabholz als Feldreporter unterwegs. Sein Kollege Oliver Steffen war neu als Zünfter zu sichten. Wie seit vielen Jahren gewohnt empfing Markus Gilli prominente Zünfter und Ehrengäste zum Kurzinterview auf dem Sechseläutenplatz.

SRF hat ihm dies mit Laeri und Geladenen gegen Schluss der Sendung nachgemacht. Mit 20 Minuten und 31 Sekunden war es ein langer Böögg. Das verspricht keinen guten Sommer. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass er als Wetterfrosch meist falsch liegt. So wie seine «Kollegen», die TV-Meteorologen: diese hatten für das Sechseläuten Regen vorausgesagt.


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