06.04.2017

Medienkonferenz 4.0

Ringier setzt auf Virtual Reality

Am Mittwoch hat Ringier die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres präsentiert. CEO Marc Walder zeigte den rund 20 anwesenden Journalisten einen 360-Grad-Unternehmensfilm. Damit wollte er Ringiers diesbezügliche Pionierrolle unterstreichen.
Medienkonferenz 4.0: Ringier setzt auf Virtual Reality
Rainer Stadler (NZZ), Ueli Custer (IGEM) und weitere Journalisten testen den High-Tech-Guckkasten. (Bilder: Keystone/Walter Bieri)
von Edith Hollenstein

Drehbare Stühle für alle, jedem ein Virtual-Reality-Set mit Brille, Samsung-Gerät und Kopfhörer: modernste Technik musste her, um den Journalisten den neusten Unternehmensfilm vorzuspielen zu können.

Dann, nachdem CEO Marc Walder den Startknopf gedrückt hatte, ging die rund achtminütige Reise los: Vom Newsroom und Radio Energy übers CEO-Office in Zürich bis nach Rumänien, Myanmar oder Ghana.  

Wer den Kopf nach oben oder unten bewegte oder sich auf dem Drehstuhl um die eigene Achse drehte, fühlte sich in der Tat in gewisser Weise wie vor Ort.

Auf Youtube weltweit meistgeklickt

Mit dieser VR-Demonstration wollte Ringier seine Taten in Zukunftsthemen aufzeigen. Bewegtbild ist zu einem wichtigen Wachstumsfaktor geworden. Einer von zehn im Blick-Newsroom gehört mittlerweile zum Videoteam. Und im Bereich VR zählt man sich an der Dufourstrasse zu den Vorreitern. Denn zwei von den weltweit auf Youtube meistgesehenen VR-Filmen kommen aus dem Blick-Newsroom.

Cockpitview aus einem Kampfjet der Patrouille Suisse und Flug im Cockpit eines Swiss-Airbus waren bei der Auswertung Mitte Februar zwei Mal in den Top 12, konkret auf Platz 11 und Platz 12. Die beiden Filme stammen laut Walder aus der Feder von Ringier-Multimedia-Produzent Dominic Baumann.

«VR ist für uns ein Game Changer und so wichtig wie die Einführung des Smartphones. Und VR ist wie Boulevard: emotional, nah dran und verständlich», sagte Blick-Video-Chef Sebastian Pfotenhauer. Die 360-Grad-Videos erscheinen auf den Webseiten des «Blicks» sowie in der News-App, auf Youtube, Facebook und in der «Blick»-VR-App. 

305213970

Zur Demonstration vom Mittwoch gibt es noch Folgendes zu vermerken: Keinem der anwesenden Journalisten wurde schlecht beim Film, niemand musste vorzeitig den Raum verlassen. Nur einer aus der vordersten Reihe beklagte sich über die Bildqualität. Und einige konnten sich währenddessen sogar Notizen machen, wie CEO Walder amüsiert feststellte, nachdem alle die Geräte wieder von der Nase genommen hatten. 



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang