21.01.2018

MetaDesign

«Mein Herz schlägt für Zürich»

Michel Gabriel ist seit Anfang Jahr der neue Chef der Markenagentur in Zürich. Im Interview sagt der 49-jährige Berliner, welche Strategie er verfolgt, wie sich Marken verändert haben – und wie er Zürich erlebt.
MetaDesign: «Mein Herz schlägt für Zürich»
Michel Gabriel, neuer Managing Director von MetaDesign in Zürich: «Das Verständnis, was die Marke leisten kann, hat sich verändert.» (Bilder: zVg.)
von Christian Beck

Herr Gabriel, seit Anfang Jahr sind Sie Managing Director in Zürich (persoenlich.com berichtete). Wie wurden Sie aufgenommen?
Offen, freundlich und mit hohen Erwartungen an mich. Wir haben ein sehr gutes Team bei MetaDesign. Ich erlebe von Tag eins an einen grossartigen Spirit. Die Mitarbeitenden sind kundenfokussiert. Jeder will sich weiterentwickeln. Ich freue mich darauf, ein Teil von MetaDesign Zürich zu werden und den Erfolg auszubauen. 

Wie unterscheidet sich die Mentalität in Zürich von jener in Berlin, wo Sie zuletzt die Geschäftsführung innehatten?
Ich lebe seit 2010 in Zürich und war «nur» die letzten beiden Jahre bei MetaDesign in Deutschland. Interessant sind die Gemeinsamkeiten. Ich erlebe beide Städte als international. Beide sind Hotspots in Europa. Sie sind geprägt vom Umbruch in Industrie und Dienstleistungen und profitieren vom Einfluss der Start-ups. In Berlin ist der Ton vielleicht etwas direkter. Die Stadt ist ständig am Werden und nie am Sein. Zürich erlebe ich umgekehrt. Ich bin in Berlin geboren. Mein Herz schlägt für Zürich.

Im Rahmen von «Power of One» sind nun viele Agenturen unter dem Publicis-Dach an der Stadelhoferstrasse. Wann ziehen Sie um?
Die Herausforderungen von Marken sind heutzutage vielschichtig. Gerade auf internationalen Mandaten braucht es die Exzellenz aus mehreren Agenturen. «Power of One» ist die logische Antwort unserer Gruppe. Die Idee ist es, die besten Kompetenzen aus Markenberatung, Kommunikation, Technologie, Design und Content für Kunden zusammenzuführen. MetaDesign agiert dabei eigenständig sowie als Teil von «Power of One». Dazu ist örtliche Nähe hilfreich, nicht unbedingt räumliche. Wir fühlen uns im Meta-Haus im Seefeld weiterhin sehr wohl und hegen keine Umzugspläne.

MetaDesign_Haus

Und wie wirkt sich die internationale Initiative «Power of One» auf Ihre tägliche Arbeit aus?
Motivierend für Mitarbeitende, weil man mit Kollegen anderer Agenturen an spannenden Projekten zusammenarbeiten kann. Kunden schätzen die Best-in-Class-Lösungen bei gleichzeitig einem konstanten Partner.

Welche Strategie verfolgen Sie?
Eine qualitative Wachstumsstrategie. MetaDesign hat mit den Standorten Genf und Zürich ein sehr klares Profil am Schweizer Markt der Branding-Agenturen. Diese Position gilt es weiter zu stärken. Für 2018 habe ich drei Zielsetzungen ausgegeben: 1. Kundenfokus, 2. 100 Prozent Digital und 3. Pflege der MetaDesign-Kultur.

Welche Themen beschäftigen momentan Ihre Kunden? Und wie können Sie dabei helfen?
Das Verständnis, was die Marke leisten kann, hat sich verändert. Der zeitgemässe, konsistente Aussenauftritt war gestern. Heute ist die Marke ein zentraler Hebel für die Transformation in die Märkte von morgen. Das ist beim obersten Management angekommen. Entsprechend stehen die Definition der eigenen Position, die Profilierung neuer Angebote, die Förderung einer Innovationskultur sowie die Gewinnung von Talenten im Vordergrund. Gleichzeitig geht es darum, die Markenführung effizienter zu gestalten. Letzteres ist gerade für grosse Organisationen eine komplexe Herausforderung.

 



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