09.07.2018

Mobiliar

Eine Chronik für Freienwil

Die Versicherung hat gemeinsam mit einer Künstlerin und der Gemeinde einen Fotoband publiziert, der eine Dorfgemeinschaft im 21. Jahrhundert porträtieren soll.
Mobiliar: Eine Chronik für Freienwil
Eines der vielen Freienwil-Porträts. (Alle Bilder: Ruth Erdt)

Was haben ein Dorfbach, eine Fotokünstlerin und die Bewohnerinnen und Bewohner der idyllischen Aargauer Gemeinde Freienwil gemeinsam? Sie alle haben teil an dem Pilotprojekt «Prävention und Kunst» der Mobiliar, wie die Versicherung in einer Mitteilung schreibt. Sie sind die Protagonisten im jüngsten Kapitel der Dorfgeschichte. Der Fotoband «Eine Chronik für Freienwil» mit Bildern von Ruth Erdt erzählt davon.

Die Mobiliar lancierte das Projekt im Rahmen ihres Gesellschaftsengagements – mit dem Anspruch, komplexe Themen wie Hochwasserschutz, Nachhaltigkeit und Zukunftsentwicklung zugänglich zu machen. Entstanden sei ein Zeitdokument, das das «enge Zusammenwirken zwischen der Gemeinde, der Mobiliar und kreativen künstlerischen Impulsen» als Innovationskapital genutzt habe.

Initiatorin des Projekts war Dorothea Strauss, die seit 2013 die Abteilung für Corporate Social Responsibility bei der Mobiliar leitet. Sie beschäftigte sich gemeinsam mit ihrem Team vor vier Jahren, nach ersten Besuchen in Freienwil, intensiv mit der Frage, was eine Dorfgemeinschaft im 21. Jahrhundert zusammenhält.

Da man die Mitglieder einer solchen Gemeinschaft wohl kaum besser kennen lernen kann als bei ihnen zu Hause, erhielt Ruth Erdt, renommierte Künstlerin und Fotografin, den Auftrag, über Monate hinweg die Bewohner von Freienwil zu fotografieren. Wer teilnehmen wollte, konnte sich über die Website des Dorfes für ein Fotoshooting anmelden. Erdt, die normalerweise zwischen Berlin und Zürich Schwamendingen pendelt, zog von März bis Oktober 2017 in eine kleine Wohnung mitten im Dorfkern: «Ich wollte in das Leben der Freienwiler eintauchen und nicht einfach die Auswärtige bleiben. Ein Porträt ist immer etwas sehr Intimes und Persönliches. Meine Aufgabe als Fotografin war es auch, den Leuten ihre Bedenken zu nehmen.», wird Erdt in der Mitteilung zitiert.

Rund 135 der insgesamt 460 Haushalte luden Ruth Erdt zu sich ein: Junge, Alte, Familien, Singles, Bauern, Kreative. Wie die Porträtierten unterschieden sich auch die Kulissen – von der schmalen Blockwohnung bis hin zur weitläufigen Bauernhof-Remise, von grellen Plastiktrampolins im Familienquartier bis zu dezenten Betonelementen in der durchdesignten Architektenvilla. Jede Aufnahme gebe Einblick in ein individuelles Leben, und doch verbinde die Fotografierten dieselbe Motivation: Mit dem Projekt «aktiv teilzuhaben an einem grösseren Zusammenhang, einer Gemeinschaft, einem Stück Freienwiler Geschichte», heisst es in der Mittielung weiter. (pd/maw)



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