01.02.2018

No Billag

Schweizer Tourismus-Verband sagt Nein

Ob «Eusi Landchuchi» oder «SRF bi de Lüt»: Die Zukunft für Programme mit touristischem Inhalt wäre ungewiss.

Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) lehnt die No-Billag-Initiative dezidiert ab. Eine Annahme der Initiative würde wohl das Aus für die SRG bedeuten und zahlreiche lokale Radio- und Fernsehsender könnten ohne Gebührenfinanzierung nicht weiter existieren, was die Medien- und Sprachvielfalt der Schweiz stark gefährden könnte, heisst es in einer Mitteilung.

Die SRG hat heute verschiedene Sendungen mit touristischen Inhalten im Programm. Dies sind beispielsweise: «Passe-moi les jumelles» (RTS), «Eusi Landchuchi» (SRF, RTS, RSI), «Das schönste Dorf der Schweiz» (SRF, RTS, RSI), «SRF bi de Lüt» (SRF), «Dorfplatz» (SRF) und andere. Diese Sendungen zeigen die Schweiz von ihren für den Tourismus geeigneten Seiten und fördern damit den Schweizer Tourismus direkt. Auch international ausgestrahlte Sport- und Kulturanlässe, wie zum Beispiel der Ski-Weltcup in Adelboden oder das Filmfestival in Locarno bringen Gäste aus dem Ausland in die Schweiz, schreibt der STV weiter.

In der Schweiz werden die direkte Demokratie, der Föderalismus und die Neutralität grossgeschrieben, sie sind feste Grundlagen unseres Selbstverständnisses. Will man weiterhin an diesen Werten festhalten, braucht es einen starken Service public, der alle Landessprachen und auch die Randregionen abdeckt. Um dies zu finanzieren, muss das Solidaritätsprinzip gelten, denn wenn jeder nur an sich denkt und nicht bereit ist, einen Franken pro Tag (ab 2019) für die Medienvielfalt der Schweiz zu bezahlen, werden die demokratischen Werte der Schweiz in ihren Grundfesten erschüttert. (pd/cbe)

 



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