17.04.2018

Abbau bei der SDA

Entlassene werden befristet wieder angestellt

Um Engpässe zu vermeiden, stellt die Nachrichtenagentur trotz Abbau wieder Personal ein – jedoch nur befristet. Dies sorgt beim Personal für Unsicherheiten. Man befinde sich in einem «Transformationsprozess», sagt der eingesetzte Kommunikationsberater.
Abbau bei der SDA: Entlassene werden befristet wieder angestellt
«Der letzte Arbeitstag eines Kollegen», twitterte der Kanal @inside_sda letzten Freitag zu diesem Foto. (Bild: twitter.com/inside_sda)
von Christian Beck

Auf den ersten Blick gute Nachrichten gibt es bei der vom Arbeitskonflikt gebeutelten Nachrichtenagentur SDA. Das Finanzteam sucht nach einem Sachbearbeiter Buchhaltung. «Befristet auf 2 Jahre», steht im Stelleninserat.

Eine weitere Stelle, die durch eine freiwillige Kündigung frei wurde, wird mit einer entlassenen Mitarbeiterin besetzt. Sie erhält einen zeitlich bis Ende 2019 befristeten Arbeitsvertrag. «Was geschieht Ende 2019?», heisst es auf dem Twitterkanal @inside_sda.

Diese befristeten Arbeitsverträge sorgen bei den Angestellten also für Unsicherheiten. «Aus der Befristung eines Arbeitsvertrages können keine besonderen Ereignisse abgeleitet werden», sagt Iso Rechsteiner, der für den Verwaltungsrat als Kommunikationsberater eingesetzt wurde. «Es ist üblich, dass in Transformationsprozessen Stellen auch befristet ausgeschrieben werden», so Rechsteiner auf Anfrage von persoenlich.com.

«Es gibt keine Engpässe»

Bereits einer «Handvoll Redaktoren», die im Rahmen der Sparmassnahmen neue Arbeitsverträge mit reduziertem Pensum unterzeichnen mussten, seien zudem befristet wieder höhere Pensen angeboten worden, schreibt «Watson». Dies wurde nötig, weil zu den abgebauten Stellen auch noch freiwillige Kündigungen hinzugekommen sind.

Dass dadurch der geregelte Betrieb in Gefahr sei, verneint SDA-Sprecher Rechsteiner. Momentan sei die Chefredaktion daran, die Planung zu erstellen. «Es gibt derzeit keine Engpässe. Die Kunden werden gemäss Verträgen und in der gewohnten Qualität mit den Dienstleistungen der SDA beliefert.»

Um im Arbeitskonflikt zwischen der SDA und ihrer Belegschaft eine Schlichtung zu erreichen, ist am 9. April von Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Einigungsstelle für kollektive Arbeitsstreitigkeiten eingesetzt worden (persoenlich.com berichtete). Laut Rechsteiner laufe momentan die Terminfixierung für die Verhandlungen.

 



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