13.08.2017

Post

Handschrift-Roboter in der Pipeline

Die Firma testet einen Roboter, der handschriftähnliche Briefe für das Mailing ihrer Geschäftskunden verfassen soll.
Post: Handschrift-Roboter in der Pipeline
Schreibt die Post in Zukunft Briefe ihrer Geschäftskunden mit Roboter-Handschrift an? (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Zürcher E-Commerce-Unternehmen Blacksocks 10'000 Kunden, die schon länger nichts mehr bestellt haben, mit von Hand verfassten Schriftstücken angeschrieben hat. Unterstützt wurde das Mailing durch Roboterhand (persoenlich.com berichtete). Ähnliches plant jetzt offenbar auch die Schweizerische Post, wie aus einem «Sonntagsblick»-Artikel hervorgeht.

Kommunikationschefin Léa Wertheimer bestätigt darin, dass die Post an einem Handschrift-Roboter arbeite. «Die Post testet laufend neue technische Möglichkeiten, damit Mailings ihrer Geschäftskunden noch stärker Beachtung beim Empfänger finden», lässt sich Wertheimer im «SoBli» zitieren. Im Herbst soll der Handschrift-Roboter einen Testversuch absolvieren. Eingesetzt werden soll dieser dann nur für Geschäftskunden der Post.

Bei der Konsumentenschützerin Sara Stalder kommt das nicht gut an. «Die Post verliert ihren Auftrag aus den Augen», wird sie im Boulevardblatt zitiert. Statt Innovationen zu fördern, die der Allgemeinheit etwas brächten, würde sich die Post «vom Service-public-Unternehmen zu einer Plattform für Marketing- und Werbeangebote» verwandeln, ergänzt Stalder. Der Postchefin Susanne Ruoff geht es laut «SoBli» vor allem darum, das schrumpfende Briefgeschäft aufzufangen. Im Vergleich zu 2015 hatte das Unternehmen im letzten Jahr 3,8 Prozent weniger Briefe versendet. (pd/tim)



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