12.03.2017

Swiss Life

«Eine hollywoodreife Computeranimation»

Im Zentrum der aktuellen Kampagne von Swiss Life steht ein «weises Baby», das sprechen kann. Marketingchefin Elke Guhl über den Nerv der Zeit, den das Thema Langlebigkeit trifft und die technische Umsetzung des TV-Spots.
Swiss Life: «Eine hollywoodreife Computeranimation»
Elke Guhl ist Marketingchefin von Swiss Life Schweiz. (Bild: zVg.)
von Michèle Widmer

Frau Guhl, Vorsorge ist wegen der jetzigen Debatte um die Altersreform in aller Munde. Hat Ihnen das viele neue Kunden beschert?
Wir treffen mit unserem Markenthema des längeren, selbstbestimmten Lebens definitiv einen Nerv bei unseren Kunden und in der Bevölkerung. Das haben wir bereits beim Start der Kampagne vor zwei Jahren gespürt.

Mit den Langlebigkeits-Kampagnen will Swiss Life die Positionierung vom Lebensversicherer zum umfassenden Vorsorgeberater verändern. Wie gut ist Ihnen das in den letzten zwei Jahren gelungen?
Wir messen die Markenwahrnehmung mit einer jährlichen Brand-Tracking-Studie. Es ist klar, dass eine nachhaltige Veränderung in der Wahrnehmung Zeit braucht. Fest steht: Swiss Life wird heute nicht mehr nur als reiner Lebensversicherer wahrgenommen. Dazu hat die Positionierung über das Thema des längeren, selbstbestimmten Lebens einen Beitrag leisten können. Und natürlich unsere neuen Angebote, die weit über die reine Lebensversicherung hinausgehen.

Am Montag startet die neue Marketingkampagne «Das weise Baby». Inwiefern ist das die Weiterführung von «Wir leben immer länger» und «Sorg für dich»?
Anfang 2015 hatten wir mit der «Wir leben immer länger»-Kampagne das Ziel, die Langlebigkeit ins Gespräch zu bringen. Die eigentliche Markenkampagne «Sorg für dich» hat anschliessend die Brücke zur umfassenden Vorsorge geschlagen. Mit dem weisen Baby, der Weiterentwicklung von «Sorg für dich», stellen wir die Selbstbestimmung in Verbindung mit der umfassenden Vorsorge ins Zentrum. Und wir verleihen dem Thema einen unterhaltsamen wie verblüffenden Dreh.

Sie meinen das sprechende Baby im TV-Spot. Haben Sie mit einem echten Kleinkind gedreht, oder war da eine Computeranimation im Spiel?
Es waren sogar zwei echte Kleinkinder auf dem Set. Der Hauptdarsteller wird von Zwillingen gespielt. Für den Dreh sind die Babys immer abwechselnd für 10 bis 15 Minuten vor der Kamera gestanden. Ebenfalls am Set war ein 11-jähriger Junge, der dem Kind im Spot die Stimme und die Mimik verliehen hat. Der Clou ist ja, dass ein 18 Monate altes Baby noch nicht sprechen kann, wir aber doch eine kindliche Stimme haben wollten. Das Endprodukt ist eine hollywoodreife Computeranimation, die sich unserer Meinung nach sehen lassen kann.

Der erste Spot mit der Babysitterin zielt wohl auf junge Menschen ab. Sind weitere Clips mit anderen Zielgruppen im Fokus geplant?
Der erste Spot zeigt zwar eine Babysitter-Situation, erreicht aber unserer Meinung nach gerade auch Familien. Ein zweiter Spot ist bereits in der Produktion. Im Mai werden wir diesen erstmals zeigen.

Nebst dem Spot und der Kampagnenseite, welche Werbemittel kommen sonst noch zum Einsatz?
Wir fokussieren uns im Mediamix auf eine digitale Branding- und Performance-Kampagne. Zusätzlich wird das Baby auch im Kino zu sehen sein. Selbstverständlich haben wir die Kampagne auch schon intern lanciert und spielen verschiedene Geschichten über die eigenen Kanäle in den nächsten Monaten.

Wie lange wird Swiss Life das Thema «längeres, selbstbestimmtes Leben» noch bewirtschaften?
Das ganze lange Leben lang! Im Ernst: Wir verfolgen mit unserer Markenpositionierung ganz klar langfristige Ziele. Wir haben die Ambition, dass man in der Schweiz nicht um uns herumkommt, wenn es um Themenfelder wie Langlebigkeit, Selbstbestimmung und umfassende Vorsorge geht. Man könnte auch sagen: Wir wollen hier selber Influencer werden. Daher kennen wir kein Ablaufdatum.

Das Interview wurde schriftlich geführt.



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