18.10.2015

Freundliche Grüsse

Jobs für Flüchtlinge

Zusammen mit dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk startet die Zürcher Agentur ein Pilotprojekt.
Freundliche Grüsse: Jobs für Flüchtlinge

Flüchtlinge werden in der Schweiz vor allem als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und Industrie eingesetzt. Gründe hierfür sind Sprachbarrieren und Ausbildungsdefizite, aber auch schwierige Einstiegsprozesse und mangelnde Chancen auf Unternehmensseite.

Dabei sind viele Flüchtlinge gut qualifiziert und zu weit mehr als nur körperlicher Arbeit fähig. Um Flüchtlingen neue Arbeitsfelder zu eröffnen, lanciert die Zürcher Agentur Freundliche Grüsse gemeinsam mit dem Schweizerischen Arbeitshilfswerk SAH das Pilotprojekt "Integrated". 

Eine Abteilung aus 20 Flüchtlingen

Gerade die Kreativwirtschaft lebe von Quereinsteigern mit verschiedenen beruflichen und kulturellen Hintergründen, begründet die Agentur ihr Engagement.

Deshalb habe sich Freundliche Grüsse dazu entschieden, für das SAH aktiv zu werden: "Statt andere davon überzeugen zu wollen, Flüchtlinge zu engagieren, zeigen wir wie’s geht. Damit soll nicht nur aufgezeigt werden, dass Integration funktioniert, sondern auch ganz real der Berufseinstieg ermöglicht werden", sagt Pascal Deville, Creative Director.

Ab November läuft das Pilotprojekt "Integrated": Es entsteht eine Abteilung, die nur aus Flüchtlingen besteht. Zu den Aufgaben gehören zum Beispiel Workshops, Brainstormings und Research.

Erster Kunde ist Franke Kitchen Systems

Aus einem Pool von ungefähr 20 Personen aus allen Ecken der Welt können Projektteams, bestehend aus zwei bis vier  Personen ihre Qualitäten unter Beweis stellen und erhalten so die Möglichkeit zum Einstieg in ein neues Arbeitsfeld.

"Integrated bietet jungen Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen die Chance, sich mit ihrem interkulturellen Wissen einzubringen. Sie werden ernst genommen. Dies ist die beste Integration", erklärt Christina Jetzer, Bereichsleiterin Arbeit und Vermittlung beim SAH Zürich.

Das SAH unterstützt die Idee mit administrativem Know-How und ist zuständig für die Anstellung und Entschädigung der Flüchtlinge. Mehrere Firmen und NGOs haben bereits Projekte platziert. 

Das erste Projekt gehört Franke Kitchen Systems. Renato Di Rubbo, Chief Marketing Officer bei Franke, glaubt an das Potenzial: "Wir freuen uns auf Ideen zum Thema Küche und Kochen aus allen Ecken der Welt. Und vor allem darauf, Menschen eine Chance geben zu können." (pd)

Bild: zVg

 



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