08.06.2000

ZAUGG JEAN-JAQUES, Publicitas/März 1997

Jean-Jacques Zaugg – Die Publicitas-strategie. Um im Geschäft zu bleiben, beteiligt sich die Publicitas-Gruppe zunehmend an den Verlagen. Auf Wachstumskurs ist die «P» im Ausland – vorab durch Akquisitionen. Jetzt suchen die Lausanner auch nach Übernahmekandidaten in der Aussenwerbung und im Direct-Marketing. Generaldirektor Jean-Jacques Zaugg zeigt die Strategie auf. Interview: Oliver Prange

Die Prognosen für das Anzeigenjahr 1997 sind schlecht. Welche Entwicklung erwarten Sie?

"Beim Budgetieren hatten wir schon einige Schwierigkeiten. Im letzten Sommer ging es noch einigermassen gut, dann im Herbst brachen die Zahlen plötzlich ein. Ich rechne mit einem Null-Wachstum, weiss aber, dass ich optimistisch bin, nachdem die Stelleninserate weiter abnehmen. Für die nächsten fünf Jahre indessen bin ich wirklich optimistisch. Die Presse wird zwar weiter an Marktanteilen verlieren, doch in absoluten Zahlen weiter wachsen.”

Glauben Sie, dass die Publicitas in der Schweiz weiter wachsen kann, nachdem erstens eine gewisse Sättigung bei Printmedien als Werbeträger besteht, zweitens der Markt durch Zeitungsfusionen schrumpft und drittens eine Tendenz besteht, dass Verlage fortan in Eigenregie arbeiten wie zum Beispiel das Wirtschaftsmagazin «Bilanz», die den langjährigen Vertrag mit der Von Senger-Gruppe aufkündigte?

"Ich würde sagen, die Presse-Konzentration ist ein Vorteil für uns. Wir erhalten dadurch die Anzeigenpacht von Organen, die wir vorher nicht hatten.”

Die Ofa, Ihre Tochtergesellschaft, hatte die Anzeigenpacht des «Aargauer Tagblatts». Nach der Fusion mit dem «Badener Tagblatt» zur «Aargauer Zeitung» arbeitet der Verlag jetzt in Eigenregie.

"Wir haben eine Mischlösung. Die Ofa spielt immer noch für die «Aargauer Zeitung» und andere Objekte des Verlags eine wichtige Rolle.”



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