23.11.2001

WILDBERGER JUERG, Geschäftsleiter TV3/Dezember 2001

Im Herbst 1996 interviewte auf TeleZüri Jürg Wildberger, damals Facts-Chefredaktor, Roger Schawinski anlässlich der zweijährigen Existenz von TeleZüri. "persönlich” druckte das Interview. Die Ironie des Schicksals: Genau fünf Jahre später sitzt Wildberger wieder im Studio, die Rollen sind aber umgekehrt, Schawinski stellt die Fragen. Wieder geht es um einen Fernsehsender, nicht um ein Jubiläum diesmal, sondern um ein Ende. "persönlich” veröffentlicht auch dieses Interview, das am 21. November auf Tele 24 stattfand.

Dieses ist das sechstletzte TalkTäglich bei Tele 24, und ich habe mir nicht träumen lassen und nicht gewünscht, dass auch andere Sender den Betrieb einstellen, wie TV3. Danke vielmals, Jürg Wildberger, dass du heute hier bist. Dieses ist der zweite Sender, bei dem du an der Spitze stehst, der eingeht. Wie fühlst du dich heute?

"Das stimmt nicht. Den European Business Channel habe ich schon ein halbes Jahr vor dem Ende verlassen und habe dann 10 vor 10 gegründet. Insofern ist das für mich kein Déjà-vu, sondern es ist ein primäres Erlebnis, und ich möchte das nicht ein zweites Mal erleben.”

Wie fährt das ein?

"Das fährt schon ein. Es ist ein Schock. Man spürt Lähmungserscheinungen und denkt, das kann nicht sein. Man spürt die Emotionen, Hoffnungen, die drin steckten.”

Du bist ein harter Typ. Du hast vieles gemacht. Ich dachte immer, der Jürg Wilderberger, der kann es mit einem Lächeln, wenn es drauf ankommt.

"Das kann keiner. Du hast es auch nicht können. Manchmal ist man hart. Zum Glück haben auch wir unsere weichen Seiten. Es war viel Herz drin, und das tut weh.”



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