30.10.2007

WIGDOROVITS SACHA, .ch/November 2007

Zwischenbilanz: Die neue Gratiszeitung .ch ist nun seit einem Monat auf dem Markt. Die Kritiken sind durchzogen, die Hausverteilung klappe nicht und die Zeitung sei praktisch werbefrei, bemängeln die Kritiker. Doch .ch-Initiant Sacha Wigdorovits lässt sich davon nicht unterkriegen: Gegenüber “persönlich” erklärt der ehemalige SonntagsBlick-Chefredaktor und 20-Minuten-Mitgründer, wie er sein Blatt innerhalb weniger Monate zur Nummer eins in der Schweiz machen will.

Herr Wigdorovits, .ch ist seit einem Monat auf dem Markt. Wie ist Ihre aktuelle Befindlichkeit?

“Meine Befindlichkeit ist sehr gut. Unser Produkt stösst auf eine hervorragende Resonanz ...”

Dies entgegen der vorherrschenden Auffassung ...

“Nein, der Erfolg von .ch. ist messbar. Diejenigen Boxen, die an einem öffentlichen Ort stehen, sind in der Regel um 8.30 Uhr leer, worauf wir sie teilweise ein zweites Mal nachfüllen. An vielen Orten, an welchen unsere Boxen stehen, setzen wir zusätzlich noch Handverteiler ein. Die Remissionserhebungen bei den Hausbesitzern zeigen, dass 50 bis 60 Prozent aller nach Hause gelieferten Exemplare von den Bewohnerinnen und Bewohnern genommen werden. Dies ist ein grosser Erfolg, da die Zahl der Zeitungen, die wir vor die Häuser legen, der Anzahl Haushalte entspricht. Dies ist für uns der Beweis, dass die Durchdringung des Marktes mittlerweile sehr hoch ist.”

Gleichzeitig habe ich an verschiedenen Plätzen beobachtet, dass die Leute .ch erst aus dem Kasten nehmen, wenn der 20-Minuten-Kasten leer ist.

“Unsere Beobachtung ist eine andere. Wir glauben, dass viele Leute beide Zeitungen nehmen, mehr noch, es findet momentan eine Segmentierung des Marktes statt: Die 15- bis 29-Jährigen nehmen mehr 20 Minuten, die 19- bis 59-Jährigen lesen eher .ch. Die Höherpositionierung unseres Blattes scheint zu funktionieren.”



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