06.03.2001

WEBER REINHOLD, WHS/März 2001

Ende 1997 gehörte Reinhold Webers WHS zu den führenden Agenturen in der Schweiz. Weber wollte noch höher hinaus. Mit Neugründungen in Berlin und in Wien plante er die Erschliessung des gesamten deutschsprachigen Raums. Berlin aber wurde im Zusammenhang mit dem New-Economy-Crash beinahe zu seinem Waterloo. Das Agenturteam musste von 20 auf fünf Mitarbeiter reduziert werden. Was in Berlin passiert ist und wie es weitergehen soll, sagt Weber im "persönlich”-Interview. Interview: Oliver Prange

1997 habe ich schon einmal mit Ihnen ein "persönlich”-Interview geführt. Damals stand WHS kurz vor dem Sprung nach Berlin. Sie wollten die Rolle wechseln: vom grossen Kreativen zum Unternehmer werden. Wie beurteilen Sie die Situation jetzt, nach dem Absturz in Berlin?

"Ich habe offenbar nicht ganz die richtigen Manager eingekauft, oder es war die falsche Konstellation. Also bin ich wahrscheinlich doch nicht so ein guter Unternehmer.”

Mit welchen Absichten sind Sie überhaupt nach Berlin gegangen?

"Wir wollten den gesamten deutschsprachigen Raum erschliessen. Wir hatten die kritische Masse dazu, denn mit Smart-Car hatten wir ein internationales Geschäft. Und wir hatten die Idee, mit der Internetfirma ROSA und anderen Shooting Stars zu mergen, um einen völlig neuen Unternehmenstypus zu schaffen. Diese Grundidee ist nach wie vor richtig, wenn auch im Moment einfach nicht aktuell.”

Worin bestand diese Grundidee?

"Warum sollte ich Ihnen das jetzt erzählen? (Pause) Also: Alles wird immer vernetzter. Aber es gibt nach wie vor keinen Anbieter, der unter einer Marke die ganze Palette von Analyse und Umsetzungen anbietet.”



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