23.05.2016

04 April 2016

Walder Marc

Die umstrittene Werbeallianz Admeira gilt als Marc Walders Lieblingsprojekt. In deren Start setzt der Ringier-CEO und Verwaltungsratspräsident grosse kommerzielle Hoffnungen, die er sich auch nicht durch den rabiaten Widerstand seiner Verlegerkollegen nehmen lässt.
04 April 2016: Walder Marc

Herr Walder, Sie reisen momentan viel durch die Welt. Wo waren Sie zuletzt?
Ich komme gerade aus New York zurück. Davor war ich in Rumänien, London, San Francisco und an verschiedenen Orten im Silicon Valley.

Welche Erfahren haben Sie dort für Ringier gewonnen?
Aufs Wesentliche runtergebrochen: Inhalte bleiben wichtig, gute Texte, gute Fotos, gute Filme, gute Musik. Aber: Ohne modernste Technologie sind selbst beste Inhalte nichts mehr wert.

Das klingt radikal.
Mag sein. Ist aber so. Ein Beispiel: Sie haben einen guten Text auf einer Plattform. Nehmen wir die Plattform der New York Times, die machen ja nach wie vor hervorragenden Journalismus. Sie können aber auch spiegel.de, blick.ch oder 20minuten.ch nehmen, spielt keine Rolle. Ohne gute Technologie hat dieser Text in zweierlei Hinsicht keine Chance: Er wird viel weniger Leser erreichen. Und Sie verdienen massiv weniger Geld damit. Fazit: Distribution und Vermarktung sind komplett abhängig von Technologie und Daten.



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