09.06.2000

TRÜB THOMAS, Ringier/Januar 1997

Thomas Trüb – Freidenker. Er ist ein ehemaliger Sozi und gründet doch laufend neue Wirtschafts- zeitungen. Thomas Trüb, Strahlemann mit einem Hang zur Anarchie, sauste als Ringier-Chef fünf Jahre durch die Welt mit 220 Flügen pro Jahr und gründete «Cash» auch in China, Indonesien und Vietnam. Doch jetzt ist er es müde. Für 1997 sucht er wieder einmal eine neue Herausforderung. Interview: Oliver Prange

Herr Trüb, ist es richtig, dass Sie Spieler-Einkäufer des Fussballclubs von Olympic Marseille sind und mit dem inzwischen gestrauchelten Finanzjongleur Bernard Tapi geschäften?

(lacht) "Nein, das ist falsch. Aber ich kenne Herrn Tapi. Seine Tochter geht mit meinem Sohn in die Schule in Marseille, und wir treffen uns hie und da vor dem Schulhaus.”

Aber Sie sind ein Bekannter von Leo Kirch?

"Ja. Ich habe ihn rund 15mal getroffen. Ich unterhielt via Teleclub Geschäftsbeziehungen mit ihm sowie wegen unserer Aktivitäten in Tschechien. Später, 1991, hatte ich eine Idee für eine Frauenzeitschrift, die ich Herrn Kirch vorstellte. So ergaben sich gegenseitig Sympathien. Die Kirch-Firma wollte tatsächlich mal die Werbung für Olympic Marseille übernehmen, als der Club im letzten Frühling zum Verkauf stand.”

Ich denke, Sie treffen Tapi nur auf dem Pausenplatz?

"Tapi ist nicht mehr bei Olympic Marseille involviert. Der Club gehört formell der Stadt. So wurde er ausgeschrieben. Man sprach mich an, ob ich helfen und dem Club die Türen öffnen könne. Doch Kirch war dann nicht mehr interessiert, weil er Konfliktpotential ausmachte wegen anderer Geschäfte.”



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