18.12.2006

SPILLMANN/FELSER, Werber/Dezember 2006

Erfolgreich: Als vor vier Jahren die beiden langjährigen Advico-Mitarbeiter Peter Felser und Martin Spillmann zusammen mit Peter Brönnimann, Michael Waeber und Rolf Zimmermann ihre eigene Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett starteten, reagierte die Branche zurückhaltend. Doch dies hat sich gelegt: Mittlerweile zählt SFLB zu den erfolgreichsten Kreativagenturen der Schweiz. Gegenüber “persönlich” schildern die beiden Agenturgründer ihr Verhältnis zur Konkurrenz und zur Schweizer Werbung.

Herr Felser, Ihre Kampagnen sorgen für Schlagzeilen, Ihre Agentur boomt. Was machen Sie besser als die Konkurrenz?

Felser: “Wir sind erfolgreich, weil wir hart arbeiten und uns sehr stark für unsere Kunden einsetzen. Erfolg benötigt aber immer auch eine Portion Glück.”

Das sagen Ihre Mitbewerber auch.

Spillmann: “Sicher braucht es viel Glück, damit Kampagnen für Schlagzeilen sorgen. Wichtig ist das richtige Thema zur richtigen Zeit. Je mehr man das Publikum involviert und überrascht, desto eher erhält man Reaktionen aus der Öffentlichkeit. Schön ist es, wenn Kampagnen wie die für Schweiz Tourismus oder den Bergsportausrüster Mammut zu Selbstläufern werden. Allein der Film, in welchem wir fussballgeplagte Ausländerinnen aufforderten, unser Land während der Fussball-WM zu besuchen, kam mit der anschliessenden Berichterstattung auf 750 Millionen Gratis-Kontakte. Einen solchen Erfolg kann man sich zwar wünschen, er ist aber nicht planbar. Damit dies gelingt, braucht es auch Medien, die in einer Kampagne ein gewisses Publikumsinteresse entdecken und sie darum in ihrem redaktionellen Teil weiterverarbeiten.”

Sie versprechen also Ihren Kunden keine anschliessende Medienpräsenz?

Spillmann: “Nein, das wäre gar vermessen. Es ist aber unser Bestreben, unseren Job so gut zu machen, dass dies auch passiert. So schaffte es unsere Kampagne über Migros-Kleider auf den Titel des SonntagsBlick, und über die Waffenverbots-Petition von Annabelle wird sogar im Nationalrat debattiert. Wir wollen Kampagnen machen, die so relevant sind, dass sich ihre Zielgruppen wirklich damit beschäftigen. Ist dies der Fall, schreiben vielleicht auch Journalisten, die ebenso gewissen Zielgruppen angehören, darüber.”



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