09.12.2015

SCHNEIDER MARTIN/Januar/Februar 2015

Der 48-jährige Ökonom Martin Schneider ist seit 2004 oberster Chef von publisuisse. In dieser Zeit hat er die digitale Revolution und ihre Auswirkungen für die elektronischen Medien hautnah erlebt. Gegenüber «persönlich» erklärt der gebürtige Solothurner, warum er TV-Werbung sexy findet und warum er gerne Radio- und Onlinewerbung vermarkten würde.

Herr Schneider, herzliche Gratulation zum 50. Geburtstag der Schweizer Fernsehwerbung. Mögen Sie sich eigentlich noch an Ihren ersten TV-Spot erinnern?
Nein, nicht bewusst an den «ersten Spot», den ich gesehen habe. Einer der ersten Spots, die mir noch klar in Erinnerung sind, ist der Palm­olive-Spot, wo die Maniküre die Hand einer Kundin in eine grüne Flüssigkeit tunkt – eben in Palmolive.

Sie waren früher auf Auftraggeberseite, nämlich bei Kraft Jacobs Suchard, tätig. Was hat Sie bewogen, zu publisuisse zu wechseln?
Mich hat die Medienbranche schon immer fasziniert, da ich ein «News-Junkie» bin. Als ich eine Chance sah, in dieses Umfeld zu wechseln, bin ich zur SRG SSR gekommen. Von da gings eher per Zufall zur Tochtergesellschaft publisuisse.

Etwas salopp gefragt: Gibt es für den Chef eines Monopolunternehmens und einen Macher, wie Sie es sind, überhaupt noch Herausforderungen?
(Lacht.) Welches Monopol? Dieses ist 1992, also vor über 22 Jahren, gefallen. Damals gab es wirklich noch eine grosse Übernachfrage und nur einen einzigen Anbieter für TV-Werbung. Doch damit ist es definitiv vorbei. Die Situation hat sich gekehrt. In kaum einem anderen Markt gibt es so viel Konkurrenz wie bei der Fernsehwerbung. Dies zeigt sich nicht nur bei den Nettopreisen, sondern auch beim riesigen Angebot. Neben den Schweizer Werbefenstern, die einen beachtlichen Werbeerlös generieren, ist in den letzten Jahren auch die inländische Konkurrenz erstarkt.



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