15.06.2004

SCHMIDHEINY STEPHAN, Unternehmer/Juni 2004

Visionen: Er ist 56. Er ist immer unterwegs, oft in Lateinamerika. Und er ist ein erfolgreicher Unternehmer, der grosse Bewunderung, aber auch heftige Kritik erntet. Stephan Schmidheiny, Spross der mächtigen Wirtschaftsdynastie und einer der reichsten Schweizer, hat jetzt sage und schreibe 1,5 Milliarden Franken verschenkt. Für gemeinnützige Zwecke. Dieses ist das erste Interview seit Jahren. “persönlich”-Kolumnist Roger de Weck interviewte Schmidheiny in der Sendung Sternstunde. Interview: Roger de Weck Fotos: SF DRS, Sternstunde

Als Sie die Schenkungsurkunde unterzeichneten, 1,5 Milliarden, welches Gefühl hatten Sie?

“Das war ein Höhepunkt in meinem Leben. Es war die Krönung eines Prozesses, der Jahre gedauert hat. Ich darf Ihnen sagen, dass meine Feder nie gezittert hat. Ich habe das mit grosser Überzeugung gemacht.”

Mussten Sie sich nie überwinden, hatten Sie nie Zweifel, dass das falsch wäre, ein Drittel, ein Viertel Ihres Vermögens zu verschenken?

“Ich habe grundsätzlich Zweifel, immer Zweifel, weil ich glaube, dass es wenig Dinge gibt in der Welt, die über alle Zweifel erhaben sein können. Aber wenn Sie fragen, ob ich an meinem Schritt gezweifelt habe, dann ist meine Antwort klar Nein. Ich war ganz überzeugt, dass das jetzt für mich das Richtige war.”

Also eines der wenigen Dinge, die Sie nicht bezweifeln?

“Jawohl, genauso ist es.”



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