18.10.2006

SCHMID PETER, Leitung des Business Management von Wealth Management International/Oktober 2006

Wealth Management: Die UBS betreut 2,6 Millionen Privatkunden und mehr als 136000 Unternehmen. Für die Vermarktung sind weltweit rund 500 Marketingleute tätig – eine gigantische Organisation. Peter Schmid war bis zum 1. September Marketingleiter der UBS. Heute leitet er das Business Management von Wealth Management International. Schmid berichtet im Interview mit “persönlich” von seinen Erfahrungen.

Sie waren bis zum 1. September 2006 Marketingleiter der UBS. Was hat Sie bewogen, die Leitung des Business Management von Wealth Management International zu übernehmen?

“Bei UBS ist es üblich, dass sich Mitarbeiter im Rahmen ihrer Karriereentwicklung regelmässig verändern. In diesem Sinne bin ich dankbar, dass sich diese Chance für mich ergeben hat. Am neuen Ort werde ich auf meine reichen Erfahrungen zurückgreifen können, die ich im Lauf der letzten acht Jahre beim Aufbau des Ressorts Marketing & Sales Development gesammelt habe. Anfangs umfasste das Marketing in der Schweiz 80 Leute, heute sind es weltweit rund 500 – verteilt auf die Schweiz, die USA, Asien und zahlreiche Länder Europas. Für meine neue Funktion ebenso wichtig ist das Know-how, das ich durch Aufbau des Sales Development gewinnen konnte. In diesem Bereich haben wir uns auf das UBS-Kundenerlebnis, ‘Best Practices’ und ‘Coaching-Programme’ für Teamleiter und Kundenberater konzentriert.”

Braucht UBS tatsächlich 500 Marketingmitarbeiter?

“UBS ist in den vergangenen Jahren weltweit erfolgreich gewachsen. Alleine in der Schweiz betreuen wir heute rund 2,6 Millionen Privatkunden und mehr als 136000 Unternehmen. Aber auch und vor allem in den stark wachsenden internationalen Märkten braucht es Marketingspezialisten, die unsere globale Strategie angepasst an die lokalen Verhältnisse für die verschiedenen Kundensegmente umsetzen. Unsere Mitarbeiter sind verantwortlich für eine immer breiter werdende Palette von Marketing-Dienstleistungen. Dazu gehören das Direktmarketing, das Produktmarketing, Segmentskampagnen, Sponsoring & Events und Kundenbindungsprogramme. Die absolute Zahl der Mitarbeiter steht nicht im Vordergrund und ändert sich laufend aufgrund der Anforderung der Märkte.”

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Wie wirken sich die Kulturunterschiede im Marketing aus?

“Sie verlangen viel Einfühlungsvermögen. Fachwissen und Sozialkompetenz allein reichen heute nicht mehr aus. Marketingmitarbeiter müssen neu auch über kulturelle Kompetenz verfügen. Eine Folge der Kulturunterschiede ist, dass wir den Marketingmix in verschiedenen Märkten relativ stark variieren. In der Schweiz, wo das Retailgeschäft eine wichtige Rolle spielt, hat das Direktmarketing eine sehr grosse Bedeutung. Ausserhalb der Schweiz sind wir auf die Vermögensverwaltung fokussiert. Hier ist ein individuellerer Marketingansatz Erfolg versprechender.”



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