09.12.2015

LOMBARDI FILIPPO/Juni 2015

Seit fünf Jahren ist der Tessiner Ständerat und Medienunternehmer Filippo Lombardi Präsident des Verbandes Schweizer Werbung. Gegenüber «persönlich» umschreibt er seine Visionen und erzählt von der Schwierigkeit, im Bundeshaus für Werbung zu lobbyieren.

Herr Lombardi, herzlichen Glückwunsch. Der Verband SW Schweizer Werbung feiert sein 90-Jahr-Jubiläum. Was bezwecken Sie damit?
Dieser Geburtstag ist für uns insofern wichtig, als wir Medien, Politik und Bevölkerung einmal zeigen können, was die Werbeindus­trie für die Schweiz bedeutet. Gleichzeitig ist es doch interessant aufzuzeigen, wie sich unsere Branche in den letzten 90 Jahren entwickelt hat. Das Wichtigste ist aber der Blick in die Zukunft: Neu legen wir den welschen und Deutschschweizer Werbedachverband zusammen und agieren zukünftig unter dem Namen «Kommunikation Schweiz».

Gab es auch Widerstände gegen diese Fusion?
Selbstverständlich. Wenn man etwas Neues gestaltet, gibt es immer Widerstände und Verlustängste. Aber ich habe in meinem Leben viele Dinge zusammengeführt und habe dabei nur gute Erfahrungen gemacht. Als Tessiner, Angehöriger einer Minderheit also, bin ich vielleicht in solchen Fragen sensibilisierter als ein Zürcher oder Berner. Unser Ziel ist es, die Interessen der Werbung gesamtheitlich und nicht nur lokalpolitisch zu vertreten.

Sie sind seit fünf Jahren Präsident von SW Schweizer Werbung. Was hat Sie an dieser Tätigkeit gereizt?
Ich hatte als Chefredaktor einer Tageszeitung und Direktor des ersten und einzigen kommerziellen Fernsehsenders im Tessin immer eine sehr enge Beziehung zur Werbung. Wie Sie sehen, lege ich Wert auf die Bezeichnung kommerzielles Fernsehen.



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