27.02.2009

KÄFER GERD, Gourmetpapst/Januar, Februar 2009

Gourmetpapst: Gerd Käfer ist Deutschlands berühmtester Gastronom. Nachdem er vor einem halben Jahrhundert in München den Feinkostladen seiner Eltern übernommen hatte, erfand er das Catering­business und veranstaltete unzählige Partys mit Gott und der Welt. Zu seinen Gästen gehörten nicht nur die amerikanischen und russischen Präsidenten, sondern auch Papst Benedikt XVI. Wie wirkt sich die Krise auf die Gastronomie aus? “persönlich” hat den diesjährigen “Gastronom des Jahres” in Kitzbühel besucht.

Herr Käfer, Sie sind der erfolgreichste Gastronom Deutschland und wurden soeben als “Gastronom des Jahres 2009” ausgezeichnet. Was ist eigentlich Ihr Erfolgsrezept?

“Ich habe eine günstige Zeit erwischt. Als ich vor 50 Jahren mit meinem Catering anfing, bin ich in einen Markt vorgestossen, den es gar noch nicht gab. Ich war oft meiner Zeit voraus und habe damals schon Fingerfood angeboten. Heute machen das alle. Zum Erfolg beigetragen hat auch, dass ich ein unheimlicher Streber bin. Bei mir muss alles perfekt sein und stimmen. Wenn ich eine Veranstaltung verkaufe, muss ich persönlich anwesend sein.”

Auch heute noch?

“Wenn ich es einrichten kann, ja, und bei 70 bis 80 Prozent schaffe ich das auch. Die Leute wollen das – und ich lerne dabei meine Kunden kennen. Nur so trifft man auf reiche Leute. Manchmal fliege ich dazu auch mit dem Hubschrauber durch ganz Deutschland, um meine Partys zu besuchen. Ausschlaggebend ist, dass der Kunde zufrieden ist. Ich muss das einhalten, was ich ihm versprochen habe.”

ie sind nun 76-jährig. Wie viele Partys organisieren Sie momentan pro Jahr?

“Im Moment sicherlich 200 bis 300. Wobei nicht alle Veranstaltungen, die ich organisiere, per definitionem Partys sind. Wir führen praktisch jeden Tag einen Anlass in meinen Restaurants in Wiesbaden oder in Frankfurt, wo ich die Alte Oper betreibe, durch.”



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