04.04.2001

HELLER MARTIN, Directeur artistique/April 2001

Die bisherige Expo-Gesamtinszenierung ist dramaturgisch kaum zu überbieten. Die Geschichte erzählt von euphorischen Höhenflügen und von tiefen Abstürzen, vom Scheitern einzelner Verantwortlicher an zu hoch gesteckten Zielen und von enttäuschten Erwartungen potenzieller Sponsoren. Doch eines steht fest: Die Expo.02 findet statt. Martin Heller, Directeur artistique, sagt im "persönlich”-Interview, wie er dieses Wechselbad durchlebt und wie er den Endspurt bis zur Eröffnung am 15. Mai 2002 packen will. Interview: Oliver Prange

Für die Expo.02 hat der Endspurt begonnen. In den nächsten Wochen sollen mit einem Last Call Sponsoring-Gelder aufgetrieben werden. Das tönt fast verzweifelt.

"Überhaupt nicht. Es geht einzig um die Points of no Return, und zwar um jene bei der Expo wie um jene bei den potenziellen Partnern, also den Unternehmen, Stiftungen oder Institutionen. Start der Expo.02 ist am 15. Mai, also in einem Jahr, und es ist leicht nachvollziehbar, dass irgendwann der Zug abgefahren ist. Wer dann noch aufspringen will, kommt zu spät.”

Stimmt es, dass sich Ende April entscheidet, was gebaut werden kann und was nicht?

"Ein Grossteil von dem, was gebaut und gemacht wird, steht definitiv fest. Und natürlich ist vieles bereits im Bau. Zurzeit fightet man über Ausstellungsinhalte und darüber, was noch wie zusätzlich gebaut und realisiert werden soll. In dieser Beziehung werden nun Milestones gesetzt. Ende März war solch ein Zeitpunkt, Ende April ist der nächste. Es geht dabei um den Entscheid, ob bestimmte Projekte definitiv in Arbeit genommen werden können oder nicht, ob, und wenn ja, in welchem Umfang die Finanzierung gesichert ist, ob zum Beispiel für ein Theater schon ein Programm steht, und ähnliche Fragen.”

Wie viele Ausstellungen sind geplant?

"In Arbeit sind nach wie vor gut 40 Projekte.”



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