11.03.2013

GERHARD SCHRÖDER, Altkanzler/Januar und Februar 2013

Gerhard Schröders politische Meinung ist wieder gefragt. Nach dem Wahlsieg der SPD in Niedersachsen und dem Einzug seiner Frau ins Landesparlament herrscht in Deutschland «Schröder»-Nostalgie. «persönlich» hat den Altkanzler in Hannover getroffen und sich mit ihm über Peer Steinbrück, Wladimir Putin, Michael Ringier, Marc Walder und Christoph Blocher unterhalten.

Herr Bundeskanzler …
Nein, bitte Herr Schröder. Vor dem Amt hiess ich Herr Schröder, und nach dem Amt selbstverständlich wieder.

Herr Schröder, die Sozialdemokraten haben soeben in Ihrem Heimatland Niedersachsen die Wahlen gewonnen. Ist dies nun die Wende in Deutschland?
Ich würde es nicht als die Wende bezeichnen, da es sich um eine klassische Landtagswahl handelte. Es standen dabei vor allem regionale Themen im Vordergrund. Die Berliner Politik hat während des ganzen Wahlkampfs nur eine minimale Rolle gespielt. Gewonnen hat am Schluss die SPD, weil sie in den niedersächsischen Themen wie Bildungspolitik auch besser aufgestellt war.

Von aussen hatte man den Eindruck, dass Sie und Ihre Frau definitiv zu den «Clintons von Niedersachsen» geworden sind. Ihre Frau, Doris Schröder-Köpf, zieht neu in den Landtag ein.
(Lacht.) Nein, nein, in Niedersachsen gibt es keine Schröder-Dynastie. Aber man erinnert sich wohl gerne an meine Regierungszeit als Ministerpräsident zurück. Anfang der Neunzigerjahre hatten wir die erste rot-grüne Koalition vereinbart, die während einer Legislaturperiode sehr gut funktionierte. An­schliessend hatten wir sogar die absolute SPD-Mehrheit. Aber das ist Geschichte! Wenn man in diesem Wahlkampf an Schröder dachte, dachte man vor allem an meine Frau.



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