22.03.2005

GAYDOUL PHILIPPE, CEO Denner/März 2005

Denners Frischzellenkur: Die Ausgangslage war nahezu perfekt: das Konzept veraltet, doch genug Geld im Sack. So konnte Philippe Gaydoul Vollgas geben. Seit er im Amt ist, hat er nahezu alles umgekrempelt: Sortiment, Eigenmarkenkonzept, Ladendesign, Kommunikation, Personalführung. Doch die Nagelprobe steht ihm erst noch bevor. Wie bereitet er sich auf den Einmarsch der deutschen Händler vor? Das Interview. Interview: Oliver Prange Fotos: Marc Wetli

Wie hat sich Denner verändert seit Ende der Ära Schweri, seit Beginn der Ära Gaydoul?

“Wir stellten zunächst alles infrage, was bis dahin war, ohne uns aber von der Discount-Grundstrategie zu entfernen. Es gab nichts, das wir nicht von Grund auf neu durchdachten. Das Sortiment: Wir stockten es von 1000 auf 1500 Produkte auf. Wir integrierten mehr Markenartikel. Dann vereinten wir alle Eigenmarken, die unter 40 verschiedenen Namen liefen, unter der Dachmarke Denner. Die Eigenmarken machen heute 25 Prozente des Sortiments aus. Wir bauten alle Läden um, gaben ihnen eine neue Visualisierung. Wir justierten das Satellitenkonzept, die Personalpolitik, die Öffentlichkeitsarbeit. Wir veränderten eigentlich alles.”

Was bedeutet für Denner die Aufstockung des Sortiments?

“Ich denke, 1500 Artikel sind eine gute Grösse. Wenn man Discounter sein will, muss man in erster Linie Kostenführer sein, dann kann man auch Preisführer werden. Dabei spielt die Sortimentsgrösse eine zentrale Rolle; bei 4000 Artikeln benötigt man mehr Einkäufer, mehr Lagerplatz, mehr Lastwagen, mehr Verkaufsfläche, mehr Mitarbeiter insgesamt.”

Dieser ungewöhnliche Umsatzzuwachs ist also primär auf die Sortimentserweiterung zurückzuführen?

“Zum Teil schon. Doch der eigentliche Schub darauf, dass wir die Läden modernisierten.”



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