18.12.2006

FINCH, CHARLES, Unternehmer, Dezember 2006

Entertainment Marketing: Manchmal ist die Beziehung zwischen Unternehmung und Hollywood-Star einfach: “Ich trete in deinen Klamotten auf und du bezahlst mich dafür.” Besser ist allerdings, wenn eine organische Beziehung heranwächst. Die Packages zwischen Hollywood und Luxusindustrie sind zu einer Multi-Milliarden-Dollar-Industrie gewachsen. Aber nur wenige kennen sich aus. Charles Finch, seit 20 Jahren in Hollywood tätig und seit Neuem in London, sagt, wie das Business funktioniert.

Sie sind Filmautor, Regisseur, Produzent, waren in vier Filmen Schauspieler. Und jetzt sind Sie auch noch Unternehmer? Was macht Ihre Firma eigentlich?

“Unternehmer bin ich schon länger. Das Unternehmen, von dem wir jetzt sprechen, ist allerdings sehr jung, erst 18 Monate alt. Eine unserer wichtigsten Abteilungen ist das Artist Management. Wir managen Künstler, und zwar umfassend. Wir haben etwa 40 Künstler unter Vertrag, darunter William Dafoe, Diane Kruger, John Malkovich und viele andere. Wir beschäftigen uns dabei nicht nur mit einzelnen Auftritten oder Filmen dieser Künstler, sondern mit allen Aspekten ihrer Karriere.”

Kann man Ihr Geschäftsmodell mit jenem von CAA vergleichen?

“Wir machen viel mehr. CAA ist eine reine Künstler-Agentur. Da geht es darum, Verträge abzuschliessen und Auftritte zu organisieren. Wir machen ein umfassendes Management. Da ist die Zahl der Künstler begrenzt. Denn im Idealfall betreuen wir den langfristigen Aufbau einer Karriere, ganz von Anfang an.”

Aber das reine Transaktionsgeschäft betreiben Sie auch?

“Das ist unsere zweite Abteilung, da haben wir etwa 300 Kunden, von grossen Filmstars bis zu früheren Staatsoberhäuptern. Dabei handelt es sich um ein reines Transaktionsgeschäft. Wir machen die Organisation, den Verkauf, die Werbung für Auftritte. Das machen wir auch für Leute, die wir nicht managen. Real existierende Aufträge darf ich in diesem Zusammenhang nicht nennen. Aber wir könnten zum Beispielt für Dépardieu arbeiten oder für Jennifer Lopez, also für die besten und grössten Namen im Geschäft.”



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