08.07.2010

FELSER PETER/ Juni 2010

Peter Felser, CEO und Teilhaber der Zürcher Agentur Spillmann Felser Leo Burnett, ist neuer Präsident des Branchenverbandes bsw leading swiss agencies. Gegenüber «persönlich» äussert er sich über die Werbekrise, Gratis-Pitches und internationale Budgets.

Herr Felser, als bsw-Präsident sind Sie der oberste Botschafter der Schweizer Werbung. Wie lautet Ihre Message an die Branche? Was möchten Sie in Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich möchte die gesamte Branche für das Thema Qualität sensibilisieren. Kommunikation wird zu oft als Commodity betrachtet. Wir müssen wieder auf die unterschiedliche Wirkung von guten und weniger guten Kommunikationskampagnen hinweisen. Nicht jeder in Kommunikation investierte Franken bietet den gleichen Return on Investment. Gute Werbung lohnt sich. Diese Botschaft ist wichtig.

Seit zwei Jahren ist die Werbebranche in einer Krise. Was macht Sie für 2010/2011 so optimistisch?

Keine Frage, wir haben schon einfachere Zeiten erlebt. Doch wer Einblick in verschiedene Branchen hat, weiss, dass es praktisch in allen Branchen härter geworden ist. Der Detailhandel, die Metallindustrie oder auch die Medienbranche spüren die Veränderung weit stärker als wir. Das Wirtschaftsleben ist keine Pony-Ranch. Unsere Branche wird auch in Zukunft stark gefordert. Ich glaube nicht, dass es einfacher wird. Ich bin allerdings optimistisch, dass sich die führenden Agenturen der Schweiz im schwierigen Umfeld – dank guter Qualität – auch in Zukunft durchsetzen können.

Wie ist die Befindlichkeit der Branche?

Wir sind so intensiv am Arbeiten, dass wenig Zeit zum Jubeln bleibt – aber auch wenig Zeit zum Jammern. Vielleicht passen wir uns diesbezüglich anderen Branchen an. Die Befindlichkeit der Werbebranche lässt sich durchaus mit der generellen Befindlichkeit der Schweizer Wirtschaft vergleichen: hart, fragil, aber immer noch auf einem anständigen Niveau.



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