07.05.2012

Claus Hipp/April 2012

Babynahrunghersteller Claus Hipp gehört dank einer Werbekampagne zu den bekanntesten Unternehmern Deutschlands. Doch Hipp ist nicht nur ein erfolgreicher Wirtschaftsvertreter, sondern auch ein bekannter Kunstmaler, ­bekennender Katholik und Biopionier. «persönlich» hat ihn am Schweizer Marketing-Tag in Luzern getroffen.

Herr Hipp, Ihre Mutter ist Schweizerin, Sie leben in Deutschland. Welchem Land fühlen Sie sich mehr verbunden?

Ich habe sowohl das Schweizer wie auch das deutsche Bürgerrecht. Vom Charakter her bin ich aber den Schweizern mehr verbunden.

Inwiefern?

Bevor ich einen Entscheid treffe, höre ich mir verschiedene Meinungen an, selbst wenn ich diese nicht teile. Im Gegensatz zu den Deutschen, die schon mal impulsiv reagieren, verfolgen die Schweizer langsam, aber stetig ihr Ziel …

Sie sind auch nach dem Schweizer «Nationalheiligen» Niklaus von Flüe benannt ...

Meine Mutter hat als junges Mädchen in Sarnen die Kinderpflegeschule absolviert, mein Onkel war Schweizer Generalkonsul in München. Als sie diesen Anfang der Dreissigerjahre, also kurz nach Machtübernahme der Nazis, besuchte, lernte sie auch meinen Vater kennen und verliebte sich in ihn. Die Schweizer Familie meiner Mutter sträubte sich gegen eine Heirat mit einem Deutschen. Daraufhin wallfahrte meine Mutter zu Bruder Klaus und betete, dass es doch noch klappe. Wenn ja, würde sie ihren ersten Sohn nach ihm benennen. Sie sehen an meinem Vornamen, dass es geklappt hat (lacht). Mein Haus, welches ich zeitweise bewohne, befindet sich übrigens direkt neben der Kirche von Bruder Klaus in Sachseln.



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