08.06.2000

BOSSHART DAVID, Gottlieb-Duttweiler-Institut/Dezember 1998

Ab Januar ist David Bosshart neuer Chef des Gottlieb-Duttweiler-Instituts, aus dem er einen international anerkannten Think Tank machen will. Als Migros-Kulturchef erneuerte der Trendforscher in den letzten zwei Jahren die Kommunikation des Detailhandelsriesen. Bosshart über Zivilisations-Rituale, Zeitgeist-Phänomene und DeeDee Gordon. Interview: Oliver Prange

Warum braucht es ein Gottlieb-Duttweiler-Institut?

"Weil es Tradition hat, und mit Traditionen sollte man nur brechen, wenn es notwendig ist, was hier nicht der Fall ist. Duttweiler wünschte, dass Entscheidungsträger und Meinungsbildner in Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft eine Plattform haben.”

Inwiefern ist das GDI vergleichbar mit anderen Think Tanks wie dem CEPS in Belgien, dem Copenhagen Institute for Future Studies in Dänemark, der Fraunhofer-Gesellschaft in Deutschland oder dem Hoover Institut in den USA?

"Viele Think Tanks haben eine klare politische Ausrichtung und eine Mission. Das Hoover Institut zum Beispiel fährt auf der eher konservativen Schiene. Das GDI ist politisch unabhängig.”

Die amerikanische Trendforscherin DeeDee Gordon geht, um ihren vierteljährlichen L-Report zu produzieren, auf die Strasse. Sie beobachtet "In”-Grüppchen und glaubt auf diese Weise neue Bewegungen festzustellen. Aus welchen Quellen schöpfen Sie?

"DeeDee Gordon ist eine gute Kollegin von mir. Ich bin mit ihr in Kontakt. Sie beschäftigt Coolhunters in Miami, Los Angeles, New York und auch Seattle. Die Strasse ist eine mögliche Quelle, die Forschung an Universitäten eine andere, das Internet eine dritte.”



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