09.12.2015

BOGNER WILLY/Januar/Februar 2015

Wer an Willy Bogner denkt, denkt an Eis, Eleganz und Erfolg. Zusammen mit seiner Frau Sonia hat der ehemalige Lauberhorngewinner ein Modeimperium mit 81 eigenen Stores geschaffen. Gegenüber «persönlich» äusserte er sich an seinem Münchner Hauptsitz über Verkaufsstrategien, Sotschi und aktuelle Wintermodetrends.

Herr Bogner, wir stecken inmitten des Winters.­ Was bedeutet dies für ein Mode­unternehmen wie das Ihrige?
Da Skimode für uns ein wichtiges Thema ist, bedeutet das Freude auf Schnee und viele neue Bs am Reissverschluss.

Was ist in diesem Winter der Trend?
Topfunktion mit bunten Farben kombinieren.

Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Situation momentan?
Nicht optimal, aber durchaus positiv.

In jüngster Vergangenheit tauchten immer wieder Gerüchte auf, wonach Sie Ihr ­Modeimperium verkaufen wollen. Was ist daran wahr?
Dazu möchte ich derzeit nichts sagen.

Schauen wir zurück: Vor genau einem Jahr waren die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Wie bewerten Sie rückblickend die Spiele nach all den politischen Turbulenzen, die momentan rund um Russland herrschen?
Angesichts der politischen Situation in der Ukraine vergisst man gerne, dass es sich bei den Winterspielen von Sotschi um fantastische Spiele handelte. Obwohl noch nicht einmal ein Jahr vergangen ist, scheint mir alles sehr weit zurück. Ich war seit 1960 bei allen Olympischen Winterspielen dabei, seit 1936 kleidet unser Modehaus die deutschen Athleten ein.

Was hat Sie an den Spielen in Russland fasziniert?
Ich habe vor sieben Jahren den Bewerbungsfilm für Sotschi gedreht. Das damalige Sotschi kann man mit dem heutigen überhaupt nicht vergleichen, ich habe Sotschi noch in seinem ursprünglichen Zustand erlebt. Den Russen ist es aber gelungen, die Destination innert kürzester Zeit an die Weltspitze zu bringen. Wofür wir in den Alpen hundert Jahre brauchten, das schafften die Russen in sieben Jahren. Das ist schon beeindruckend.
 



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