17.03.2009

BIVER JEAN-CLEAUDE, Meister der Materialien/März 2009

Meister der Materialien: Jean-Claude Biver hat die Genfer Uhrenmarke Hublot (Bullauge) in knapp vier Jahren auf Vordermann gebracht und den Umsatz verzehnfacht. Ein Gespräch über die Wirtschaftskrise, Fusionen und Zukunftspläne.

Herr Biver, die Wirtschaftskrise macht auch vor der Uhrenindustrie nicht Halt. Wie stark ist Hublot davon betroffen?

Auch unser Haus spürt die Rezession, aber – Holz anfassen – die Auswirkungen kann man nicht als dramatisch bezeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr, wo wir fast 40 Prozent über dem Jahr 2007 erreichen konnten, werden wir dieses Jahr dieses Wachstum nicht wiederholen können. Doch dies ist nicht so dramatisch, zumal wir ja im Jahr 2008 einen absoluten Rekord erreicht hatten. Uns ist es in den letzten Jahren sehr, sehr gut gegangen.

Wie muss man sich dies in Stückzahlen vorstellen?

Wir haben 2008 zwischen 26?000 und 27?000 Uhren verkauft. Auch wenn wir ein Minus von 10 oder 15 Prozent verbuchen müssen, handelt es sich nach wie vor um ein phänomenales Resultat. Man kann nun einmal nicht ständig Goldmedaillen holen. Der Schweizer Skirennfahrer Didier Cuche hat in Val d’Isère sowohl eine Gold- als auch eine Silbermedaille geholt. 2008 war für uns ein Goldjahr, 2009 wird ein Silberjahr, Sie sehen, das ist wirklich keine Katastrophe (lacht).

Sie lieben Sportvergleiche?…

Ja; auch wenn man es mir nicht mehr ansieht, ich war früher Marathonläufer. Daher weiss ich Bescheid, dass der mentale Aspekt im Leben eines Sportlers eine zentrale Rolle spielt.



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