24.03.2003

BENCIVENGA BRUNO, Navyboot/März 2003

Bruno Bencivenga ist Navyboot. Innert zehn Jahren ist es dem initiativen 48-jährigen Gastarbeitersohn gelungen, aus einer Idee eine Trendschuhmarke aufzubauen. Letztes Jahr betrug der Umsatz seiner Gruppe über 30 Millionen Franken. Doch mittlerweile stellt Navyboot auch Brillen, Portemonnaies und Unterwäsche her. Wie schafft man das? Interview: Matthias Ackeret und Oliver Prange, Bilder: Marc Wetli

Herr Bencivenga, wie lebt es sich ohne eigene Mitarbeiter? Glücklich?

(Lacht.) “Eine gemeine Frage. Wie meinen Sie das?”

Sie haben Ihre Firma nach einem einfachen System organisiert.

“Die Navyboot AG als Muttergesellschaft beschäftigt meine Frau und meinen Bruder. Spezialisten wie Grafiker und Kommunikationsberater beziehe von externen Agenturen. Diese Leute führen oder besitzen auch Unternehmen und sprechen somit die gleiche Sprache. Nichts gegen Manager, aber die braucht es in Grossbetrieben oder Konzernen mit ihren Grossumsätzen. Das ist einer der Gründe, warum ich nur wenige Angestellte habe. Diese können an anderen Orten besser Karriere machen. Wir sind ein kleiner Familienbetrieb ...”

Der mittlerweile einen Umsatz von 31,1 Millionen Franken erzielt ...

“In den letzten zehn Jahren sind wir massiv gewachsen. An der Sagola AG mit ihren 29 Navyboot-, Varesino- und Bagatt-Läden und den zwei Outlet-Shops bin ich zu fünfzig Prozent beteiligt. Dort sind wir 160 Personen. Aber die Muttergesellschaft besteht nur aus meinen engsten Verwandten. Meine Frau ist für alle Finanz- und Verwaltungsaufgaben zuständig. Im Gegensatz zu mir ist meine Frau eine Frühaufsteherin, ich fange morgens lieber etwas später zu arbeiten an und bleibe am Abend länger. Mein Bruder ist verantwortlich für die gesamte Kollektion aller Läden und ist Geschäftsleiter. Allein könnte ich den ganzen Betrieb gar nicht bewältigen.”



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