13.04.2018

BitsaboutMe

Start-up gibt Kontrolle über Daten zurück

Das junge Unternehmen will Nutzern einen Überblick über ihr digitales Leben verschaffen – und die Möglichkeit, eigene Daten an Unternehmen zu verkaufen.
BitsaboutMe: Start-up gibt Kontrolle über Daten zurück

Das Schweizer Start-up BitsaboutMe wird ab Mai einen Online-Daten-Marktplatz bereitstellen, auf dem Verbraucher Informationen über ihre persönlichen Online-Aktivitäten und Kundendaten nun an einem sicheren Ort sammeln, transparent einsehen und kontrollieren können, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. 

Dafür erhalte jeder Nutzer einen nur ihm zugänglichen persönlichen Datenspeicher. Daten-Accounts für Social Media (Facebook, Twitter, Instagram), Online/E-Mail (Google) sowie von Kundenbindungsprogrammen (Migros/Cumulus) können einfach hochgeladen werden. Die Integrationen weiterer Datenquellen werde kontinuierlich ausgebaut.

Dank smarter Datenorganisation und einer ansprechenden Visualisierung würden grosse Mengen persönlicher Daten in einem Dashboard übersichtlich dargestellt. Mittels persönlich konfigurierbarer Widgets lassen sich Verhaltensweisen über definierte Zeiträume oder Geografien abbilden. So erhalte der Nutzer einen 360-Grad-Überblick über sein digitales Leben und damit auch die Möglichkeit, sein Online-Verhalten bei Bedarf zu verändern.

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Hinter dem Projekt stehen Christian Kunz als CEO und Christophe Legendre als CTO. Kunz, der ehemalige CEO von ricardo.ch und Verantwortliche für die weltweite Werbevermarktung bei eBay, sagt gemäss Mitteilung: «Wir wollen mit unserem Daten-Marktplatz einen neuen, fairen Datenaustausch für Verbraucher und Unternehmen gleichermassen ermöglichen. Indem persönliche Daten jetzt unter voller Nutzerkontrolle getauscht und gehandelt werden können, bekommt der Verbraucher die bestmögliche Kontrolle und ein Gespür für den Wert seiner Daten». BitsaboutMe eröffne seinen Nutzern erstmals die Möglichkeit, sich an der Wertschöpfung der von ihnen erschaffenen Daten unmittelbar zu beteiligen und deren Verfügbarkeit selbst zu steuern, so Kunz weiter.



Das Start-up fungiert als Frontend und Verteiler für die Daten. Entscheidet sich ein Nutzer, sein Datenprofil zum Tausch oder Verkauf anzubieten und erhält von einem interessierten Unternehmen ein Angebot, muss er explizit seine Zustimmung zur Nutzung erteilen. BitsaboutMe bereitet die Profildaten für die Abwicklung auf, die auf Basis klar festgelegter und transparenter Nutzungsbedingungen erfolge. 

Die Nutzung des Daten-Marktplatzes ist für Verbraucher kostenlos. Unternehmen zahlen für den Zugang zu persönlichen Datenprofilen eine Vergütung an den Verbraucher, BitsaboutMe erhält davon eine Transaktionsgebühr. (pd/maw)



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