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Trump überrascht mit neuen Tönen

Marcus Knill

All zu oft improvisierte Donald Trump bei seinen Reden und wirkte meist unvorbereitet. Er trat bislang in zahlreiche Fettnäpfchen.

Die jüngste Rede hatte er jedoch sauber vorbereitet. Minuten vor seinem Auftritt vor dem US-Kongress entdeckten TV-Kameras Präsident Trump, wie er in seinem Wagen eine Generalprobe hinlegte. Fazit: Vorbereitung ist die halbe Miete. Wir haben damit rechnen müssen: Dieser positive Auftritt wird von den meisten Medien ignoriert. Er passt nicht ins bisherige Bashing-Konzept. Wäre es nicht für alle erfreulich, wenn künftig der «Teleprompter-Trump» den «Twitter-Trump» ablösen würde?

Wahrscheinlich wird wohl Trump kaum länger über seinen Schatten springen können. Bislang war er jedenfalls immer für Überraschungen gut. So gesehen ist dieser Auftritt für mich auch eine Überraschung. Weil es der gewählte Präsident plötzlich verstand, überlegt – mit langen Pausen – den Kongress emotional zu packen. Rhetorisch zog er am Dienstag völlig neue Register. Die bekannte Giftrhetorik und die üblichen Provokationen fehlten. Die Rede war sauber strukturiert. So präsidial hat man jedenfalls Trump noch nie erlebt.

Die militanten Trump-Gegner werden sicherlich diese positive rhetorische Leistung bewusst verschweigen. Denn: Was nicht sein darf, muss konsequent ignoriert werden. Professionelle Journalisten haben jedoch keinen Röhrenblick und sind fähig, auch bei missliebigen Personen das Gute zu würdigen.

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