Armin Walpen, ich lebe noch

Roger Schawinski

Lieber Armin Walpen,

Mein Verfalldatum ist abgelaufen. Es ist aus und vorbei mit mir. Zumindest hast Du dies verbreitet. “Herr Schawinski ist jenseits der biologischen Grenze”, hast Du in einem Interview in der “Berner Zeitung” vor kurzem erklärt.  Und dann hast Du noch nachgedoppelt: “Auch wenn er es selber noch nicht gemerkt hat.” Nun, diese Zeilen schreibe ich Dir trotz meines SRG-Status als “Dead Man Walking”. Besorgte Anfragen über mein Ableben konnte ich als relativ stark übertrieben zurückweisen. Noch hat mich die Altersschwäche nicht hingerafft, die gemeinhin als biologische Grenze bezeichnet wird. Aber ich weiss natürlich, was Du wirklich gemeint hast.

Für einen lebenslangen Apparatschik ist die drohende Pensionierung mehr als nur der Beginn der Bedeutungslosigkeit. Es ist eine Form des Auslöschens. Tschüss, und aus. Keine Limousine mit Chauffeur mehr, keine automatische Gratis-Logentickets bei allen wichtigen Veranstaltungen, keine launige Treffen mit Bundesräten. Alles, was das Leben bisher lebenswert gemacht hat, ist mit einem Schlag weg. Vom Olymp saust man direkt in die ewigen Jagdgründe, wenn man erstmals realisiert, dass man nicht als Person, sondern nur als Funktion Bedeutung hatte. Und dies droht Dir nun. Denn das ist die Regel in der SRG, der Du zurzeit noch vorstehst. Dort wird man mit 62 zwangspensioniert. Und das ist bei Dir nächstes Jahr der Fall. Du stehst also knapp vor dem Cheftod, Deiner biologischen Grenze. Ich hingegen – zu Deiner Information – erfreue mich als 63 Jähriger an einer meiner schönsten Schaffens- und Lebensphasen. Denn kreative Leute werden nie pensioniert.

Roger Schawinski

Roger Schawinski
Mittwoch, 25. März 2009 um 15:17 Uhr
  • Brunschwiler Jörg
    Mär 25th, 2009 um 17:32 Uhr | #1

    Roger, Du langweilst uns. Wir wissen, dass Du der Aller-, Allerbeste, Fähigste, Kreativste bist. Du brauchst es nicht ständig zu wiederholen.

  • Mär 25th, 2009 um 19:28 Uhr | #2

    dem haben sie’s aber jetzt gesagt. find ich guet.

  • berner
    Mär 26th, 2009 um 09:09 Uhr | #3

    die berner radiolandschaft ist dermassen langweilig und öd. roger- befrei den bären endlich aus dem radioschlaf

  • Mär 26th, 2009 um 10:28 Uhr | #4

    @Brunschwiler Jörg: Ich verlange nur etwas Respekt Leuten gegenüber, die es zu etwas gebracht haben. Schawinski und Blocher gehören dazu. Man muss nicht gleicher Meinung sein, was ich mit beiden oft nicht bin. Aber sie haben mit grossem Erfolg bewiesen, was sie können, dies gebührt Respekt. Und man sollte sie einsetzen, wo immer es geht, denn sie werden immer Besser sein.

  • jacky
    Mär 26th, 2009 um 10:39 Uhr | #5

    roger, wünschen wir dem apparatschik, dass er zu hause noch ein nettes hobby und eine gute frau hat…

  • Milena Brand
    Mär 26th, 2009 um 11:34 Uhr | #6

    Herr Schawinski hat viel erreicht, das ist klar. Aber auch seine Eitelkeit und seine Ichbezogenheit sind unnerreicht.

  • Mär 26th, 2009 um 14:05 Uhr | #7

    Der Spruch ist von His Steveness (“Anfragen über mein Ableben …. als relativ stark übertrieben zurückweisen”).

    http://www.mr-gadget.de/apple/2008-09-09/steve-jobs-the-reports-of-my-death-are-greatly-exaggerated/

  • Christian Lüscher
    Christian Lüscher
    Mär 26th, 2009 um 14:18 Uhr | #8

    Der Spruch geht viel weiter zurück. “Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben”, sagte einst Mark Twain, als ihn eine Zeitung irrtümlich für tot erklärt hatte.

  • Peter Gabathuler
    Mär 26th, 2009 um 14:34 Uhr | #9

    Einmal mehr hat Roger Schawinski recht. Herr Walpen war dem guten Roger ja immer nur neidisch. Immer war Roger Herrn Walpen einen Sprung voraus. Sogar jetzt darf Roger noch sein Radio 1 leiten und Armin Walpen muss in Pension. Wir wünschen ihm, dass er diese noch lange geniessen kann und sich Gedanken über seine Untaten machen darf. Wie gerne wäre er doch auch ein Strahlemann und medienwirksam, doch das hat ihm seine Art leider nicht ermöglicht. So blieb ihm nur der Neid auf andere, vor allen Roger Schawinski gegenüber dem er sich sogar ein Feindbild aufgebaut hat, was auch nicht gerade von Grösse zeugt.

  • Christa Monkhouse
    Mär 26th, 2009 um 14:53 Uhr | #10

    Könnte diese Formulierung von Hr. Walpen auch einfach nur altersrassistisch sein? Die CH Medien brauchen dringend einen Style-Guide, wie man korrekt und nicht diskriminierend über Alter und älter Werden schreibt. Hier der Link zu den Angelsachsischen Medien: http://www.ilcusa.org/pages/publications/ageism-sleep/media-takes-on-aging.
    php
    Ich lese keine Zeitung mehr, welche sich nicht daran hält. So wie wir reden, so denken wir auch! Das ist nicht trivial und geht weit über Hr. Schawinskis Persönlichkeit hinaus und berücksichtigt die Tatsache nicht, dass die meisten Firmengründungen von Leuten über 63 Jahre getätigt werden!!!! Umdenken ist also angesagt

  • Rückel Bümbam
    Mär 26th, 2009 um 22:27 Uhr | #11

    Aber aber aber, Herr Schawinski. Da muss wohl ein riesengrosser Hass in Ihnen sein gegen diesen SRG Elephanten mit dem schönen ;-) Ring an der Hand. Warum haben Sie sowas nötig?

    Ich finde Ihr Radio 1 echt toll, machen Sie weiter so!

  • Daniel Will W. Alpen
    Mär 26th, 2009 um 22:40 Uhr | #12

    Cool – wer ist dieser Walpen überhaupt? Wirklich eine Funktionshülle…
    Jolly Roger macht jedenfalls auch in hohem Alter noch Spass!

  • Mär 29th, 2009 um 22:51 Uhr | #13

    Walpen könnte seine Wallisermafia von der SRG gleich mitnehmen in die Pensionierung. Deltenre (Ringiermafia) kann er auch noch haben, als Bonus.

    Vielleicht wird das SF dann endlich service public machen.

  • Carla Malpensa
    Apr 24th, 2009 um 19:01 Uhr | #14

    Armin Walpen und Roger Schawinski sind beides Leute mit einer ungemeinen Profilierungssucht. Aber Schawinski hat sich durch verschiedenste Erfolge profiliert, Walpen bleibt lediglich die Sucht. Apparatschik ist die treffende Bezeichnung für ihn.

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